Farben- und nuancenreiche Herbstkonzerte

Am 18. Und 19. Okto­ber 2019 fan­den unse­re tra­di­tio­nel­len Herbst­kon­zer­te statt, die­ses Jahr unter dem viel­ver­spre­chen­den Titel «colours».

Sowohl in der Lieb­frau­en­ka­pel­le in Zug wie auch in der refor­mier­ten Kir­che in Ober­arth sind wir regel­mäs­sig zu Gast. In der Gemein­de Arth jähr­te sich unser Kon­zert sogar schon zum ach­ten Mal. Dass auch die­ses Jahr die Besu­cher­rei­hen gut besetzt waren, freu­te uns des­halb beson­ders.

Drei unter­schied­li­che Farb­pa­let­ten

Wir eröff­ne­ten das Kon­zert mit dem Blä­ser­quin­tett Nr. 2 von Peter Mül­ler, einem deut­schen Kom­po­nis­ten des 19. Jahr­hun­derts. Auch wenn die Kom­po­si­ti­on schlich­ter und ein­fa­cher gehal­ten ist, als die­je­ni­gen der bei­den nach­fol­gen­den Kom­po­nis­ten, gefiel das Werk mit sei­nen span­nen­den Har­mo­ni­en und den über­ra­schen­den Dur/­Moll-Wech­seln.

Eine beson­de­re Ent­de­ckung war das Wind Quin­tet op. 2 von Sir Mal­colm Arnold. Der Eng­län­der ver­ar­bei­tet in die­ser Kom­po­si­ti­on ver­schie­de­ne Ele­men­te aus Film- und Unter­hal­tungs­mu­sik und über­zeugt durch eine extrem viel­sei­ti­ge Klang­spra­che. Die Erar­bei­tung die­ses kurz­wei­li­gen und abwechs­lungs­rei­chen Wer­kes war für uns eine span­nen­de Her­aus­for­de­rung, die Auf­füh­rung rei­ne Spiel­freun­de.

Nach einer kur­zen Pau­se kehr­ten wir zu klas­si­sche­ren Klang­far­ben zurück. Lud­wig van Beet­ho­vens Blä­se­rok­tett in Es-Dur setz­te den Schluss­punkt des far­ben­fro­hen Kon­zer­tes. Ursprüng­lich ein Streich­quin­tett, wur­de die­ses Werk von Mor­de­c­hai Recht­mann für unse­re Beset­zung arran­giert. Die Melo­di­en schei­nen jedem Instru­men­ta­lis­ten auf den Leib geschrie­ben und die frü­he Kom­po­si­ti­on Beet­ho­vens lässt bereits die genia­len Züge sei­ner spä­te­ren Meis­ter­wer­ke erken­nen. Uns so bleibt nach dem Kon­zert die Vor­freu­de auf das Beet­ho­ven­jahr 2020, in dem noch viel von die­sem genia­len Kom­po­nis­ten zu hören und spie­len sein wird.

Nach einem herz­li­chen und lang anhal­ten­den Applaus ver­ab­schie­de­ten wir uns mit einer kur­zen Zuga­be von unse­rem Publi­kum. Mit dem Scher­zo von Geor­ge Ons­low, einem Lan­des­mann von Sir Mal­colm Arnold und Zeit­ge­nos­se von Lud­wig van Beet­ho­ven schloss sich der Kreis des Kon­zert­pro­gramms.